Alternative fotografische Verfahren

Flüssige Fotoemulsion

Grundsätzlich die gleiche Substanzen, die auch auf klassischem Fotopapier aufgetragen sind, nur in flüssiger Form und so auf jede erdenkliche Oberfläche aufpinselbar. Konzeptuell ermöglicht das Verfahren den Übergang vom "Bild" zum "Foto-Objekt" und eröffnet so völlig neue Darstellungsformen.

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 Cyanotypie

Bereits seit 1842 bekannt, gilt die Cyanotypie als drittes fotografisches Verfahren überhaupt und als erstes ohne Silbersalze. Grundsätzlich werden je eine Mischung aus zwei- und dreiwertigem Eisen vermengt, auf einen saugfähigen Träger ausgebracht und getrocknet. Anschliessend erfolg die Belichtung mit einem Kontaktnegativ unter UV-Licht, entwickelt wird im heissen Wasser.
Das Verfahren erzeugt blaue Bilder, welche geschönt, getont oder sogar geschwärzt werden können.
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Chrom-Gelatine-Pigment-Druck

Das Verfahren entstand in den 1860er Jahren und ist auch unter dem Namen Kohledruck bekannt. Gelatine, Pigmentpulver und Zuschlagsstoffe werden vermengt, erwärmt, auf einen Papierträger gegossen und getrocknet. Dieses Pigmentpapier wird mit Chromat-Lösung lichtempfindlich gemacht mit einem Kontaktnegativ unter UV-Licht belichtet. Das entstandene Motiv wird schlussendlich mechanisch auf ein Umdruckpapier übertragen. 
Im Gegensatz zur klassischen Silberemulsion, wo Bildfarbe und bildgebender Prozess gekoppelt sind (durch das Silberhalogenid) ist dies beim Pigmentdruck nicht so, das Bild kann also durch das Pigmentpulver jede beliebige Farbe bekommen. Ausserdem kann jede beliebige, gelatinierte Oberfläche bedruckt werden.
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Milchsäure-Mangan-Drucke

Erstmals 1899 erwähnt; aus Mangansalzen, Milchsäure und Hilfsstoffen wird eine lichtempfindliche Lösung hergestellt und auf Papier aufgebracht, getrocknet und unter Kontakt-Positiv mit UV-Strahlung belichtet. Das latente Bild ist leicht rötlich, aber je nach Entwicklersubstanz und pH-Wert kann nahezu jeden Farbton erhalten werden.
Niemand ausser mir praktiziert dieses Verfahren heute noch.
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Hämotypie

Von mir selber 2017 entwickeltes Verfahren. Aus tierischem Blut und Hilfsstoffen entstehen rötlich-braune Fotografien mit dezent animalischem Geruch.